Kritik an Samsung wegen Kinderarbeit

Die chinesische Nichtregierungsorganisation 'China Labor Watch' kritisiert in einem ausführlichen Bericht die Arbeitsbedingungen bei einem Samsung-Lieferanten. China Labor Watch ist eine chinesiche Organisation, hat den Hauptsitz aber in New York.
 
Die Vorwürfe gegen den Samsung-Lieferanten HEG Electronics in Huizhou sind massiv. Die Firma beschäftigt ungefähr 2000 ArbeiterInnen in einem Werk, in dem Mobiltelefone, DVD-Player und ähnliches assembliert werden. In der Ferienzeit sind bis zu 80 Prozent der Angestellten der Fabrik Schüler und StudentInnen.
 
'China Labor Watch' hat nach eigenen Angaben einen Informanten in die Fabrik eingeschleust. Dieser lernte sieben Kinder unter 16 Jahren. Die NGO vermutet, dass in der Fabrik zwischen 50 und 100 Kinder angestellt sind. Sie verdienen weniger als die Volljährigen, müssen enorm viele Überstunden schieben und werden bei Fehlern bestraft. Bei den Vorstellungsgesprächen zeigen die Kinder - immer gemäss 'China Labor Watch' - gefälschte IDs vor.
 
Samsung wies die Vorwürfe gegenüber der Nachrichtenagentur 'Bloomberg' zurück. Bei zwei Inspektionen des Lieferanten durch Samsung seien keine Unregelmässigkeiten festgestellt worden, sagte ein Sprecher zu Bloomberg. 'China Labor Watch' schreibt in seinem Bericht, der mit Fotos von sehr sehr jungen ArbeiterInnen der Fabrik und vielen Details aus der Produktionsweise illustriert ist, hingegen, die Produktionsbedingungen beim Samsung-Lieferanten seien schlechter als bei Apple-Lieferanten. (hc)