Bundesrat verabschiedet GEVER-Verordnung

Geschäftsrelevante Dokumente bis Ende 2015 nur noch elektronisch.
 
Der Bund will bis Ende 2015 die Verwaltung von Dokumenten nur noch elektronisch abwickeln. Der Bundesrat hat nun die Grundlage dafür geschaffen und am Freitag eine entsprechende Verordnung verabschiedet. Diese regelt die Grundsätze für die Datenbearbeitung und die Anforderungen an die Informationssicherheit. Die neue Verordnung tritt per 1. Januar 2013 in Kraft.
 
Zur Erinnerung: Anfang 2008 hiess es, dass bis 2011 die gesamte Bundesverwaltung durchgehend die elektronische Geschäftsverwaltung (GEVER) einführen sollte. Der Zeitplan war damals also offensichtlich zu optimistisch.
 
Gemäss der Verordnung über die elektronische Geschäftsverwaltung in der Bundesverwaltung (GEVER-Verordnung) dürfen neben den GEVER-Systemen für geschäftsrelevante Dokumente keine parallelen Ablagesysteme bewirtschaftet werden. Papier wird allerdings nicht vollständig aus der Bundesverwaltung verbannt: Die elektronische Geschäftsverwaltung gilt nur für geschäftsrelevante Dokumente und die Ablage. Bis Ende 2015 müssen die Departemente die Vorgaben der Verordnung umsetzen.
 
Wie viele Standards?
Erst vor einem Jahr hatte der Bund die Entwicklung einer eigenen Lösung für die papierlose Bundesverwaltung auf Basis von Microsoft Sharepoint gestoppt.
 
Als Standard in der Bundesverwaltung zugelassen ist aktuell nur Fabasoft. Wie Urs Paul Holenstein vom Bundesamt für Justiz auf Anfrage sagt, läuft zurzeit eine Ausschreibung, damit neben Fabasoft ein zweiter Standard etabliert werden kann. Allerdings kursieren derzeit Gerüchte, wonach diese Ausschreibung gestoppt werde. (mim)