EU schaut kritisch auf Apple

Die EU-Antimonopol-Behörde wirft einen kritischen Blick auf Apples Distributionspolitik. Telcos haben sich beklagt.
 
Nach Microsoft und Google könnte nun auch Apple ins Visier der EU-Wettbewerbshüter geraten. So berichtet Reuters heute, verschiedene (aber nicht genannte) Telekommunikationsfirmen hätten sich Ende letztes Jahr bei der EU-Kommission über Apples Distributionspolitik beklagt. Apple verlangt von Mobilfunkfirmen, die iPhones und iPads vertreiben wollen, recht hoch angesetzte Investitionen in Marketing und Zuschüsse. Gleichzeitig machen manche Telcos mit iPhone-Kunden einen sehr relevanten Teil ihrer Umsätze, so dass sie von Apples Wohlwollen abhängig sind.
 
Gemäss Reuters gibt es keine formellen Beschwerden gegen Apple bei der EU-Kommission. Diese liess denn auch recht wolkig verlauten, man beobachte die Entwicklungen im Mobilfunk-Markt aktiv und werden natürlich eingreifen, wenn man monopolistisches Verhalten antreffe.
 
Trotzdem dürfte der Reuters-Bericht ernst zu nehmen sein. Wir interpretieren ihn als Versuch der Mobilfunkfirmen, Druck gegen ihren wichtigen Lieferanten und Partner Apple aufzubauen. (hc)