Züri-Fäscht-App "ein voller Erfolg"

23 Millionen GPS-Punkte wurden am Wochende gesammelt. So ein umfangreicher und komplexer Datensatz wurde noch nie zusammengetragen, sagen die Forschenden.
 
2,3 Millionen BesucherInnen zählte das Züri-Fäscht in diesem Jahr - ein Rekord. Einen weiteren Rekord an diesem Wochende konnten die ETH Zürich und das Deutsche Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz (DFKI) vermelden: Die Applikation "Züri-Fäscht-App" wurde von über 54'000 Personen heruntergeladen, und von 27'000 Personen während des Fests aktiv genutzt, das heisst sie haben mit ihren Lokationsdaten das Forschungsprojekt unterstützt. Wie 'ETHLife' meldet, konnten über 23 Millionen GPS-Punkte gesammelt werden. Zum Vergleich: Beim ersten Versuch an der Silvesternacht hatten lediglich 100 Personen die Funktion zur Messung aktiviert.
 
Die 27'000 Personen, die die App genutzt hatten, sind etwas mehr als 1 Prozent der Züri-Fäscht-Besucher - gerechnet wurde mit der Hälfte. Trotzdem gab es laut eigenen Angaben keine technische Schwierigkeiten bei den sechs zur Verfügung stehenden Servern an der ETH.
 
Wieviele, Wann, Wo?
Laut den Forschenden wurde noch nie ein so umfangreicher und komplexer Datensatz zur Modellierung von "Crowd Behavior", also das Verständnis wie sich die Masse bewegt, zusammengetragen worden. Mit den Daten konnten sogenannte Heatmaps erstellt werden, die zeigen, wo sich zu einem bestimmten Zeitpunkt besonders viele Personen aufgehalten haben. Wie 'ETHLife' schreibt, stimme die von den Forschern errechneten Heatmaps "ausserordentlich gut" mit den Erfahrungen vor Ort und den erstellten Kamerabildern überein. Es habe sich gezeigt, dass ein Bruchteil der Besucher ausreiche, um Hotspots zu identifizieren, bei denen Menschen stehenbleiben, ein Hindernis bilden und so für Verdichtung sorgen.
 
Die detaillierte Auswertung der Daten wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Erste Resultate stellen die ETH-Forscher anfangs September vor. (lvb)