Sunrise im Krebsgang

Preissenkungen und günstigere Roaming-Gebühren machen dem Telco zu schaffen. Kundenanzahl sinkt.
 
Das erste Halbjahr 2013 ist für den Schweizer Telco Sunrise nicht all zu erfreulich ausgefallen. Den Rückgang bei Umsatz und Gewinn erklärt das Unternehmen damit, dass die Preise gesenkt und die Roaming-Gebühren angepasst werden. "Unser Geschäftsergebnis verdeutlicht, dass wir uns in einem zunehmend härteren Marktumfeld bewegen. Die Kunden profitieren in diesem Zusammenhang von kräftigen Preissenkungen in unserem gesamten Produktportfolio," lässt sich Sunrise-CEO Libor Voncina in einer Medienmitteilung zitieren. Wegen dem Preiskampf mit Swisscom leidet der Telco weiterhin.
 
Trotz den günstigeren Angeboten sank die Gesamtkundenanzahl um 1,4 Prozent auf 2,93 Millionen. Nun setzt Sunrise vor allem auf Prepaid-Kunden. Mit der Übernahme von Lebara und Ortel Mobile will sich der Telco vermehrt auf Prepaid-Mobilfunkdienste im Allgemeinen fokussieren. Durch die beiden Zukäufe erreicht Sunrise zusammen mit der eigenen Marke Yallo angeblich die Spitzenstellung im Schweizer Markt für mobile Prepaid-Angebote.
 
Das Investitionsvolumen von Sunrise stieg im ersten Halbjahr 2013 um 40,7 Prozent auf 97,9 Millionen Franken. Als Hauptgrund für diesen Anstieg nennt der Telco die mittlerweile abgeschlossene Umrüstung auf den UMTS-900-Standard, Verbesserungen bei der Netzkapazität und die Einführung des LTE-Netzes im Juni. Die Investitionen sollen auch in Zukunft getätigt werden. Der Telco schätzt, dass bis Ende Oktober über 50 Prozent aller Kunden mit 4G/LTE surfen können. (lvb)