Steve Ballmer tritt zurück

Innerhalb eines Jahres bekommt Microsoft einen neuen CEO. Auch Bill Gates hilft bei der Suche.
 
Microsoft hat soeben angekündigt, dass CEO Steve Ballmer (Foto) innerhalb eines Jahres zurücktreten werde. "Es ist nie der perfekte Zeitpunkt für einen solchen Wechsel, aber jetzt ist ein richtiger Zeitpunkt", lässt sich der langjährige CEO in der Mitteilung zitieren.
 
Der Sohn eines Schweizer Einwanderers leitet den US-Softwarekonzern seit dem Jahr 2000. Zuletzt befand er sich stark unter Druck, weil Microsoft orientierungslos wirkte. Das Ende 2012 lancierte Betriebssystem Windows 8 brachte noch nicht den gewünschten Erfolg.
 
Microsoft brauche einen CEO, der jetzt das Ruder übernehme und langfristig an Bord bleibe, um die Transition von Microsoft von einem Software-Unternehmen zu einer "devices and services company" zu schaffen, wird Ballmer in der Mitteilung zitiert.
 
Der Verwaltungsrat von Microsoft hat ein "special committee" geschaffen, das sich nun auf die Suche nach einem neuen CEO machen soll. Geleitet wird es von John Thompson, mit dabei ist unter anderem auch der Gründer und langjährige CEO Bill Gates. Infrage kommen sowohl interne als auch externe Kandidaten.
 
Schwärmerischer Ballmer
In einer internen E-Mail schreibt Ballmer, Microsoft befinde sich mitten in einer Transformations-Phase. Er lobt das Führungsteam, die Strategie sowie die erst kürzlich erneuerte Organisation. Microsoft sei ein wunderbarer Ort, er liebe diese Firma und sei stolz auf das, was Microsoft erreicht habe, schwärmt Ballmer. Der Umsatz habe sich seit er dabei sei von 7,5 Millionen Dollar auf fast 78 Milliarden Dollar vervielfacht. Die Belegschaft sei von 30 auf fast 100'000 Personen gewachsen.
 
Abschied zu nehmen, sei emotional und schwierig für ihn, schreibt Ballmer. Er gibt sich aber überzeugt, dass Microsoft die besten Tage noch vor sich habe. (mim)