Acer verliert Geld, CEO und Mitarbeiter

Rekordverlust, weiterer Stellenabbau und Abgang des CEOs J.T. Wang.
 
Die PC-Krise fordert ihr nächstes Opfer: Acer-CEO J.T. Wang (Foto) verlässt den seit rund drei Jahren kriselnden Computerhersteller Acer. Der taiwanische Konzern gab heute bekannt, dass er Anfang 2014 von Präsident Jim Wong an der operativen Spitze ersetzt wird. Wang hatte die CEO-Position 2005 übernommen und gab sie zwischen 2008 und 2011 an den glücklosen Gianfranco Lanci ab. Wang und sein Nachfolger sind langjährige Acer-Mitarbeiter.
 
Gleichzeitig stellte Acer einen Restrukturierungsplan vor, der zu einem weiteren Stellenabbau führen wird. Acer will 7 Prozent der Stellen streichen und damit ab 2014 jährlich 100 Millionen Dollar einsparen. Die Massnahmen werden aber zunächst eine Sonderbelastung in der Höhe von 150 Millionen Dollar zur Folge haben. Ausserdem werde man gewisse Produkte, die in Planung waren, einstellen. Details nannte Acer aber nicht.
 
Künftig soll sich ein spezielles Komitee um strategische Fragen kümmern, die dann vom Verwaltungsrat geprüft werden sollen. Man wolle mehr wettbewerbsfähige PCs, Tablets und Smartphones auf den Markt bringen, so Acer.
 
Bislang hat es Acer aber nicht geschafft, bei Tablets und Smartphones langfristig und profitabel Fuss zu fassen. Zu lange hat Acer entscheidende Trends verschlafen und Verluste angehäuft. Im soeben abgeschlossenen dritten Quartal schrieb Acer weiterhin rote Zahlen. Der Verlust betrug umgerechnet 405 Millionen Franken. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 2,8 Milliarden Franken. (mim)