Smartphone-Malware? Fast nur für Android

Mobile Malware ist praktisch ein Android-Only-Problem: 97 Prozent der Schadprogramme zielen auf Android-Geräte.
 
Je mehr Smartphones im Umlauf sind, desto mehr Malware gibt es dafür. Denn Smartphones sind nichts anderes als tragbare Mini-Computer, mit denen man etwa auch Banktransaktionen erledigt. So sind sie ein Ziel von Cyberkriminellen. Diese konzentrieren sich in der Regel auf die dominierende Plattform; deshalb gibt es heute für Windows-Computer etliche Schadprogramme, für andere Plattformen wie OS X oder Linux hingegen kaum.
 
Übertragen auf Smartphones heisst das, dass die Mehrheit "mobiler" Malware (Schadprogramme für mobile Geräte wie Smartphones und Tablets) für Android geschrieben wurde. Erstaunlich ist aber, dass der Anteil der Android-Malware innerhalb eines Jahres sehr stark gestiegen ist: 2012 hatten 79 Prozent der mobilen Schadprogramme Android-Geräte im Visier - letztes Jahr ist diese Zahl auf 97 Prozent hochgeschnellt. Dies geht aus dem neusten Security-Report von F-Secure hervor, der das zweite Halbjahr 2013 beleuchtet.
 
F-Secure hat letztes Jahr 804 neue "Familien" und Varianten von Android-Malware entdeckt. Abgesehen von Symbian (das die restlichen 3 Prozent ausmacht) hat F-Secure bei keiner anderen Plattform neue Malware entdeckt. Für iPhone, Blackberry, Windows Phone oder Palm gabs keine neue Malware.
 
F-Secure betont, dass Android-Malware primär ein "Nicht-US-Problem" seien. Die meisten neuen Varianten wurden in Saudi-Arabien und Indien entdeckt. F-Secure nimmt darüber hinaus Google in Schutz, denn der Internetkonzern bemühe sich, Malware zu bekämpfen. (mim)