Schweiz hat eine "Open Government Data"-Strategie

Fahrplan für die Umsetzung von Open Government Data bis 2018 veröffentlicht. Auch Kantone, Gemeinden, Privatwirtschaft und Wissenschaft werden einbezogen.
 
Die Schweiz macht vorwärts in Sachen Open Government Data (OGD). OGD sieht vor, dass Behördendaten, die nicht persönlich oder geheim sind, grundsätzlich öffentlich sein sollen. Gemeint sind etwa Daten aus den Bereichen Wetter, Geoinformation, Statistiken, Verkehr, Kriminalität, Umwelt und Energie. Ende 2013 hatte der Bundesrat die Ausarbeitung einer OGD-Strategie angekündigt, nun hat die Regierung an ihrer heutigen Sitzung die OGD-Strategie für die Jahre 2014 bis 2018 verabschiedet.
 
Die Strategie wurde vom Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) zusammen mit dem Bundesarchiv und der Bundeskanzlei entworfen. Doch auch andere Bundesstellen, Kantone, Gemeinden sowie Vertreter der Wirtschaft und der Wissenschaft gaben Inputs. Federführend ist das ISB, welches bis Ende 2014 die Arbeiten am Detailkonzept und die Vorbereitung der Strategieumsetzung abschliessen soll. Die Massnahmen zur Umsetzung werden hingegen ab 2015 durch das Bundesarchiv zentral koordiniert.
 
Der Bundesrat gibt sich in der Mitteilung überzeugt, dass offene Behördendaten es innovativen Unternehmen erlauben, neue Informationsdienstleistungen zu entwickeln: "Sie liefern der wissenschaftlichen Forschung Grundlagen und erlauben Bürgerinnen und Bürger, Parteien und Medien dank OGD einen transparenteren Einblick in die Tätigkeit von Regierung und Verwaltung."
 
Der Bund betreibt bereits das OGD-Pilotportal opendata.admin.ch. Dieses soll nun weiterentwickelt werden. (mim)