Logitech hat keine Stellenabbaupläne mehr

Nach den Einschnitten in den vergangenen beiden Jahren hat der Computerzubehörhersteller Logitech keine weiteren Stellenabbaupläne mehr. Es sei keine neue Restrukturierung in grossem Stil geplant, sagte der Finanzchef Vincent Pilette am Donnerstag in Zürich.

Der Fokus liege auf Wachstumsfeldern, sagte der Belgier am Rande der Bilanzmedienkonferenz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'sda'. In den vergangenen zwei Geschäftsjahren hatte das westschweizerisch-amerikanische Unternehmen 450 Stellen abgebaut. Ende des Geschäftsjahres 2013/14 (per 31. März) zählte Logitech noch knapp 2800 Vollzeitangestellte.

Man habe das Ziel, die Kosten um 60 Millionen Dollar zu senken, in etwa erreicht, sagte Logitech-Chef Bracken Darrell vor den Medien. Die operativen Kosten seien um 9 Prozent auf 606 Millionen Dollar gesenkt worden. Damit sei Logitech aber noch nicht am Ende. Es gebe noch eine Reihe von Möglichkeiten. Finanzchef Pilette sagte, man wolle die Zahl der sehr zahlreichen Lieferanten verringern.

Der Turnaround sei aber nicht nur ein finanzieller, sagte Verwaltungsratspräsident Guerrino De Luca. "Er geht viel tiefer, Logitech will ein Leader in Sachen Design sein."

Neben dem ertragsreichen, aber unter der Talfahrt des Computermarktes leidenden Stammgeschäft mit PC-Zubehör wie Mäusen und Tastaturen und den drei schnell wachsenden Wachstumssegmenten (Tabletzubehör, mobile Lautsprecher, PC-Gaming) sei Logitech auf der Suche nach "neuen Wachstumsmotoren", sagte Darrell. Als mögliche Bereiche nannte er Zubehör für Smartphones und mobiles Gaming. (sda/mim)