Von "Heartbleed" zu "Heartbreak"?

Aus "Heartbeet" (Herzschlag) wurde "Heartbleed" (Herzbluten") und nun "Heartbreak" (Herzensleid). Es geht um eine gravierende Sicherheitslücke in der Open-Source-Programmbibliothek OpenSSL. Diese existiert seit zwei Jahren, wurde aber erst am siebten April bekannt. Da sehr viele Firmen, zum Beispiel Banken oder Hersteller von Netzwerkgeräten OpenSSL einsetzen, wurde und wird die Lücke als sehr gefährlich eingestuft.
 
SSL braucht man insbesondere, um eine sichere Verbindung zwischen einem PC-Browser und einem Webserver zu schaffen, zum Beispiel um Kreditkartendaten zu transportieren - oder diesen Text auf unserem Webserver zu aktivieren.
 
Die Lücke wurde rasch gestopft und Tausende von Administratoren konnten sich daran machen, ihre Systeme wieder gegen Angriffe zu härten. Doch dies scheint nicht überall gelungen zu sein.
 
So behauptet der britische Security-Spezialist Netcraft, dass ein signifikanter Teil der Webseiten nicht korrekt gepatcht worden ist. Bei rund sieben Prozent der von Netcraft beobachteten Websites, seien zwar die SSL-Zertifikate (korrekt) ersetzt worden, dabei sei aber der alte, möglicherweise korrupte, private Schlüssel wiederverwendet worden.
 
Und ein norwegische Sicherheitsspezialist will herausgefunden haben (und begründet dies auch ausführlich), dass einige Tausend Systemadministratoren die "Heartbleed"-Lücke versehentlch erst nach dem siebten April in ihre SSL-Infrastrukturen eingeführt haben. Für seinen Blogeintrag verwendet er den hübschen Titel "Upgrading to Heartbreak". (hc)