Städte-CIOs pilgern nach Zürich

Rom, Tel Aviv, Zagreb, Washington, Hamburg, Barcelona… kommen nach Zürich.
 
Big Data und das Engagement von EinwohnerInnen in Washington, das "FUPOL" Pilotprojekt in Zagreb, Cloud Computing in Zürich, Cyber Security in Austin, Texas und Saarbrücken. Dies sind nur einige Beispiele der Themen an der Jahreskonferenz von "Major Cities of Europe", der Organisation der CIOs von europäischen Städten. Zürich wird die Konferenz vom 2. bis 4. Juni empfangen.
 
Zentrale Themen der Konferenz sind Benützung von ICT für die bessere Interaktion zwischen Staat und EinwohnerInnen, Cyber Security, ICT und Kostendruck sowie Cloud Computing und Shared Services.
 
Dass Zürich die Jahreskonferenz der Städte-CIOs empfangen kann, hat mit der eZürich-Kampagne der letzten vier Jahre zu tun. Wir erinnern uns: Vor vier Jahren lancierte der Zürcher Stadtrat das Label "eZürich" und formulierte ganz unbescheidenen das Ziel, die grösste Schweizer Stadt zur ICT-Modellstadt zu machen. Nun werden die Resultate von eZürich eines der Themen an der Konferenz von Major Cities sein.
 
Beschaffung nach WTO - leider kein Thema
Wie wichtig Informatik und Telekommunikation für den Raum Zürich ist, zeigt ein Blick in den neuen "Cluster-Bericht" des Kantons Zürch. Ein Viertel aller Schweizer ICT-Firmen hat ihren Sitz im Kanton Zürich und sogar einen Drittel der Wertschöpfung der ICT-Industrie in der Schweiz wird in Zürich produziert.
 
eZürich hat es zweifellos geschafft, den Blick der verschiedenen Player, von EinwohnerInnen über Behörden bis zur Wirtschaft, auf ICT zu schärfen. Doch macht die nicht abreissende Serie von Beschaffungsskandalen wohl einiges am Image-Gewinn durch eZürich wieder zunichte. Schade deshalb, dass die WTO-gerechte Beschaffung kein Thema an der Konferenz ist. Denn man hat zweifellos nicht nur bei Schweizer Behörden ein Problem damit, die Vorschriften der WTO-Abkommen einzuhalten ohne gleichzeitig den bürokratischen Aufwand bei Lieferanten und den Behörden ausufern zu lassen. (hc)