Startup Dizmo lanciert Internet-der-Dinge-Plattform

"Internet of Things" mit "Interface of Things": Nach fünf Jahren steht die Plattform des Schweizer Startups.
 
Das Zürcher Startup Dizmo hat die gleichnamige Softwareplattform zum Fliegen gebracht. Damit können Entwickler Interfaces fürs "Internet der Dinge" programmieren - sie nennen es selber "Interface of Things". Software soll damit auf jeder Oberfläche bedienbar gemacht werden. Dizmo wird auch gerne als Firma bezeichnet, die eine "Minority Report"-Benutzerschnittstelle entwickelt habe.
 
Die Plattform besteht aus zwei Komponenten: DizmoSpace, eine C++-Anwendung für 32- und 64-Bit-Systeme, und Dizmos, also digitale Objekte, die der Anwender auf einer DizmoSpace-fähigen Oberfläche anlegen, platzieren und nutzen kann. Mit Objekte sind sowohl Smartphones oder Laptops gemeint, aber auch Kühlschränke oder Toaster können, wenn internetfähig, angeschlossen werden. Derzeit unterstützt Dizmo Mac OS X ab 10.7, Windows ab Version 7 sowie die Linux-Plattformen Debian und Ubuntu.
 
Nun müssen Applikationen für die Plattform entwickelt werden. Und hier ist wohl auch der kritische Punkt: Es braucht Leute auf der Plattform, damit es sich lohnt, Programme zu schreiben. Das klassische "Huhn-Ei-Problem". Und es könnte schwierig werden, eine kritische Masse zu erreichen - das gleiche Problem kennt auch Microsoft. Applikation werden zuerst für die weitverbreiteten Betriebssysteme Android oder iOS programmiert, bevor eine Windows-Phone-App entwickelt wird (wenn überhaupt).
 
Hinter Dizmo steht der Internet-Pionier Matthias Aebi, einst Gründer eines der ersten Internet-Providers (Internet Access) der Schweiz und später Gründer des Winterthurer Software-Hauses FutureLab. Vor noch nicht all zu langer Zeit investierte auch Ariel Lüdi (Salesforce, Hybris) in das Startup. Er hat zusammen mit einer Unternehmergruppe zwei Millionen Dollar investiert. (lvb)