Gerangel um IT-Fachleute wird härter

Mehr und grössere Projekte werden bis zu 30 Prozent grössere IT-Teams bedingen, sagen Schweizer CIOs.
 
Viele Schweizer Grossunternehmen verlagern laufend mehr IT-Jobs in Tieflohnländer. Gleichzeitig haben Informatiker über 50 grosse Mühe, noch einen neuen Job zu finden. Trotzdem machen sich laut einer aktuellen Umfrage viele Schweizer CIOs und CTOs Sorgen darüber, wie sie in den kommenden Jahren genügend qualifizierte IT-Fachleute für ihre IT-Abteilungen finden werden.
 
An der Umfrage, die im Auftrag des Personaldienstleisters Robert Half Technology durchgeführt wurde, beteiligten sich 100 CIOs und CTOs. Rund die Hälfte glaubt, dass es in fünf Jahren schwieriger sein wird als heute, neue Mitarbeitende zu finden. Ebenso viele glauben, dass es auch schwieriger sein wird, vorhandene Fachkräfte zu halten. Letzteres liegt laut drei Viertel der Befragten daran, dass die Nachfrage steigt und damit häufigere Jobwechsel für die begehrten Fachleute einfacher werden.
 
Das Wort "qualifiziert" beinhaltet dabei aber nicht nur die fachliche Eignung, "Zufrieden mit dem, was wir bieten wollen" ist offensichtlich auch ein Kriterium. Denn 51 Prozent der Befragten findet, dass die jüngere "Generation Y" manchmal "Erwartungen bezüglich Gehalt und Sozialleistungen" habe, die ihr Unternehmen nicht erfüllen könne. 45 Prozent nannten auch den "stärkeren Fokus auf die Work-Life-Balance" als Herausforderung bei der Suche nach neuem Personal.
Die meistgenannten Gründe für den steigenden Bedarf für IT-Mitarbeitende sind immer grösser werdende Projekte (67 Prozent) und immer mehr Projekte (64 Prozent) in den kommenden Jahren. Die Hälfte der Befragten glaubt daher, dass ihre Mitarbeiterzahl aufgestockt werden wird. (hjm)
 
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