IBM: 4 Milliarden für SMAC

"Big Blue" setzt sich ehrgeiziges Wachstumsziel.
 
IBM treibt den Konzernumbau Richtung Cloud Computing kräftig voran. Ab 2018 sollen Wachstumssegmente abseits des klassischen Geschäfts des Konzerns jährlich einen Umsatz von 40 Milliarden Dollar bringen. Im Fokus stehen die Technologien Social, Mobile, Analytics und Cloud, was gemeinhin als SMAC abgekürzt wird. Bei IBM kommt als Schwerpunkt auch Security hinzu. Der Umsatz mit den entsprechenden Angeboten würde damit um 60 Prozent höher ausfallen als noch im vergangenen Jahr.
 
IBM will für dieses Ziel 4 Milliarden Dollar investieren. Letztes Jahr generierte der Konzern mit diesen als "strategische Imperative" beschriebenen Bereichen gemeinsam 25 Milliarden Dollar Umsatz, was 27 Prozent der Gesamterlöse entsprach. 40 Milliarden Dollar würden etwa 44 Prozent der Erlöse von 90 Milliarden Dollar ausmachen, die Analysten 2018 erwarten.
 
IBM-Chefin Virginia Rometty hat sich den Wandel vom weniger lukrativen Hardware-Geschäft zu zukunftsträchtigeren Bereichen auf die Fahnen geschrieben. Dafür hat sich IBM in den vergangenen drei Jahren von einigen unprofitablen Sparten wie dem Halbleiter- und dem Kassengeschäft getrennt. Zuletzt verkaufte IBM das x86-Server-Geschäft an Lenovo. Das Wachstum blieb aber bisher aus. Der Umsatz sank in den vergangenen elf Quartalen kontinuierlich, der Gewinn wuchs sporadisch.
 
Langfristig will IBM seinen Umsatz im "niedrigen einstelligen" Prozentbereich steigern, der operative Gewinn soll mit "hohen einstelligen" Raten zulegen. (mim)