Softwareentwickler an der Spitze der Piratenpartei

Der Genfer Alexis Roussel hat sein Amt als Präsident der Piratenpartei an der Delegiertenversammlung vom Samstag abgegeben. Wie er auf Twitter vermeldete, trat er aus persönlichen Gründen zurück. Trotzdem bleibe er aktives Mitglied der Partei, die sich für eine freie und dezentrale Gesellschaft einsetze.
 
Roussel war im März 2013 zum Interimspräsidenten gewählt und im Juni darauf im Amt bestätigt worden. Neu wird die Piratenpartei mit einem Co-Präsidium geführt: Guillaume Saouli und Stefan Thöni lösen Roussel ab. Der 29-jährige Thöni ist Softwareentwickler und Jurastudent und kommt aus Zug. Saouli ist 44 Jahre alt und Unternehmer in Genf.
 
Die Piratenpartei ist 2009 gegründet worden. Sie kämpft gegen einen Überwachungsstaat und setzt sich für mehr Datenschutz ein. So haben sich die Piraten an der Versammlung in Lausanne einstimmig gegen das neue Nachrichtendienstgesetz NDG ausgesprochen und beschlossen, dagegen "das unvermeidbare Referendum" zu ergreifen, wie es in einer Mitteilung heisst. (mim)