Mobile-Payment-Guru von SIX geht

Niklaus Santschi: Auch nach seinem Weggang will SIX das mobile Bezahlen forcieren.
Niklaus Santschi nimmt den Hut.
 
In der heutigen 'Handelszeitung' spricht Niklaus Santschi, Chef von SIX Payment Services, über die Zukunft von mobilen Bezahlungslösungen. Er selber wird aber nicht mehr länger in dieser Position das Geschehen verfolgen. Wie SIX nämlich heute bekannt gab, verlässt Santschi bereits per Ende April das Unternehmen. Er habe sich entschieden, SIX zu verlassen, um sich beruflich neu auszurichten.
 
Santschi wurde im Oktober 2011 mit der Führung des Geschäftsbereiches Payment Services betraut. Unter seiner Leitung konnte der Geschäftsbereich stark wachsen. Insbesondere kümmerte er sich um das Hype-Thema Mobile Payment. Seit Jahren sprach er davon, das Bargeld abschaffen zu wollen. "Wir wollen eine Lösung bauen, die auf Zahlungen zwischen zwei Personen basiert", sagte er vor zwei Jahren. Oder auch: "Unser Vorteil ist, dass wir nicht Partei sind. Als neutraler Anbieter können Händler und Grossfirmen unsere Dienste beanspruchen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, dass sie ihre Kundenbeziehungen verlieren." SIX wolle ein Ökosystem bauen. "Die Kundendaten interessieren uns nicht."
 
Im heutigen Interview mit der 'Handelszeitung' sagt er unter anderem, dass im Mai eine Bezahl-App lanciert wird, die Person-zu-Person-Transaktionen ermöglicht. Zu diesem Zeitpunkt wird Santschi aber bereits weg sein. Interimistisch übernimmt Group CEO Urs Rüegsegger die Führung des Geschäftsbereiches Payment Services. (mim)