GEVER: Fabasoft raus, iGeko und ActaNova rein

Fabasoft zieht den Kürzeren: iGeko und ActaNova bekommen den Zuschlag in der Höhe von über 250 Millionen Franken.
 
Wie die Bundeskanzlei soeben mitgeteilt hat, ist der GEVER-Entscheid endlich gefallen. iGeko und ActaNova heissen künftig die beiden Anbieter - Fabasoft kommt nicht zum Zug. Der Zuschlag wird am 27. Mai auf simap.ch publiziert. Die Kosten für die gesamten Realisierungskosten für zwei Bundesstandards, die IT-Plattformen sowie die Betriebskosten für zwölf Jahre betragen 24 Millionen Franken - hinzu kommt eine Option im Wert von 228 Millionen Franken. Effektiv werden für die Beschaffung und Einführung der beiden GEVER-Produkte jedoch "deutlich geringere Kosten erwartet", heisst es in der Mitteilung. Die Bundeskanzlei werde dem Bundesrat nach der Sommerpause einen Botschaftsentwurf für den Verpflichtungskredit unterbreiten.
 
Zur Erinnerung: Der Bund hatte schon vor Jahren beschlossen, dass es zwei unabhängige Anbieter einer elektronische Geschäftsverwaltung innerhalb der Bundesverwaltung braucht. Heute ist der österreichische Software-Anbieter Fabasoft der einzige zugelassene GEVER-Anbieter. "Sonderbewilligungen" hatten bislang der Berliner Hersteller Optimal Systems (OS-ECM) sowie die beiden Schweizer Hersteller ABF Informatik aus Cham (Produkt: iGeko) und die Zürcher i-engineers (iEngine).
 
Der Zuschlag für ActaNova ist überraschend. Laut der Bundeskanzlei stammt das Produkt von Atos beziehungsweise Atos kümmert sich um die Integration. Für iGeko wird Elca Informatique als zuständiges Unternehmen angegeben. Einzelheiten dazu waren heute noch nicht zu erfahren.
 
Mit den Produkten sollen rund 30'000 Mitarbeitende der Bundesverwaltung arbeiten. Zudem werden die GEVER-Produkte für den Behördenverkehr mit Bürgern und Verwaltungen (E-Government) eine wichtige Grundlage bilden.
 
In den nächsten Monaten sollen die einzelnen Departemente entscheiden, welches der beiden Produkte sie künftig einsetzen wollen. Die Koordination dazu erfolgt durch die Bundeskanzlei. Die Einführung der beiden neuen GEVER-Produkte soll gemäss Projektplanung bis 2018 abgeschlossen sein. (mim)