Auch Kapo Graubünden entscheidet sich für Apple

Der Kanton Graubünden will seine Kantonspolizisten mit 450 iPhones versorgen. Die Handys werden mit mehreren Apps ausgerüstet, die unter anderem den Pager ablösen und Datenbankabfragen ermöglichen. Dazu zählen Abfragen von Personen und Autonummern. Zusätzlich wird der Funk teilweise von einer verschlüsselten Kommunikationsapp abgelöst. Eine weitere Lösung ist speziell auf die Zusammenarbeit der Spezialeinheiten im Konkordat Ostschweiz abgestimmt, damit diese im Ernstfall besser koordinieren können. Eigenentwicklungen des Kantons gibt es dabei nicht, sämtliche Lösungen sind kompatibel mit denen anderer Kantonspolizeien, wie etwa diejenige von St. Gallen. Später sollen die Polizisten über ihr Handy auch direkt vor Ort Rapporte ausfüllen und übermitteln können.
 
Apple-Geräte beschafft haben auch die Kantonspolizeien von Bern und Zürich. Vor allem in Bern hat die Einschränkung auf Apple für Wirbel gesorgt: Moniert wurden unter anderem die hohen Anschaffungskosten und der fehlende Wettbewerb bei iOS-Geräten. Von den niedrigen Akkulaufzeiten, der fehlenden Möglichkeit, Akkus zu wechseln, der fehlenden Robustheit und den regelmässig für böse Überraschungen sorgenden Updates einmal ganz zu schweigen.
 
Die Polizeien verteidigten sich jeweils mit dem Argument, dass die benötigten Applikationen nur für iOS entwickelt worden seien und eine Migration etwa auf Android sehr teuer wäre. (mik)