Apple erhält grünes Licht für 900 Millionen Franken-RZ in Irland

Apple hat vom Galway County Council die Erlaubnis erhalten, mit dem Bau eines neuen, riesigen Rechenzentrums in der Nähe von Athenry zu beginnen. Apple hat sein Gesuch bereits im Frühjahr eingereicht, der Council hatte aber für eine endgültige Bewilligung weitere Informationen verlangt und den Bau nun laut 'RTE News' unter einigen Auflagen erlaubt. Dazu gehört unter anderem, dass zuerst ein Archäologe den Bauplatz untersuchen soll und jegliche Aushubarbeiten genehmigen muss.
 
Apple hatte in diesem Februar die Absicht bekannt gegeben, in Europa zwei Rechenzentren aufzubauen, eines davon im dänischen Viborg und das zweite in Irland. Insgesamt sollen rund 1,7 Milliardem Euro investiert werden, hälftig auf die beiden RZs verteilt.
 
Das Apple-RZ in Irland soll in einem Waldstück gebaut werden. Das 330 Meter lange einstöckige Rechenzentrum wird rund 24'500 Quadratmeter Nutzfläche bieten. Auf dem Gelände werden zudem noch ein kleineres Büro- sowie einige Servicegebäude gebaut werden. Insgesamt sollen dort laut 'RTE News' ab 2017, wenn das RZ voll in Betrieb genommen wird, etwa 150 Apple-Mitarbeitende beschäftigt sein.
 
Damit rückt, wie schon diverse andere Internet- und Cloud-Riesen, auch Apple näher an seine europäischen Kunden. Datenhaltung in Europa könnte insbesondere im von Apple verstärkt ins Auge gefassten Geschäft mit Unternehmen ein wichtiges Argument werden. In Russland beugt sich Apple übrigens dem neuen Gesetz, dass Online-Daten von russischen Bürgern im Land gespeichert werden müssen. Laut 'CBR Online' hat Apple bei einem Colocation-Anbieter in Moskau Platz angemietet, um Infrastruktur für russische iCloud-Nutzer einzubauen. (hjm)