Microsofts Hololens kommt "innerhalb eines Jahres"

Microsoft macht bei seiner Hologramm-Brille Hololens Tempo: Eine erste Version für Entwickler und Unternehmen wird "innerhalb eines Jahres" verfügbar sein, wie eine Firmen-Sprecherin gegenüber 'Re/code' bestätigte.
 
Microsoft hat Hololens im Januar vorgestellt und damit viel Aufmerksamkeit erregt. Sie soll auch ohne Verbindung zu einem Computer funktionieren. Anders als Brillen für virtuelle Realität wie die zu Facebook gehörende Oculus Rift oder Sonys Playstation VR taucht der Nutzer nicht komplett in eine digitale Welt ein, sondern kann virtuelle Gegenstände in der realen Welt platzieren und bewegen.
 
Bis es erste Anwendungen geben wird, dürfte jedoch noch einige Zeit verstreichen. Erste Einsatzbereiche sieht Microsoft vor allem im Unternehmens- und Forschungsbereich. Einem Bericht von 'Technology Review' zufolge will die NASA ihre Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS mit der Brille ausstatten. Auch Architektur oder Medizin gelten als besonders erfolgversprechende Einsatzgebiete.
 
Zukunftstrend mit Startproblemen
Virtuelle Realität (VR) und Augmented Reality gelten in der Technologie-Branche als grosse Zukunftstrends. Erste kommerzielle VR-Brillen gibt es bereits auf dem Markt. Für das erste Halbjahr 2016 hatte Sony seine Playstation VR angekündigt. Mit der Brille sollen Nutzer von Computer- und Videospielen auf der Konsole direkt in das Spielgeschehen eintauchen können.

Noch wird in der Spiele-Branche aber heiss darüber diskutiert, wie künftige Szenarien überhaupt aussehen könnten. Viele Nutzer klagen über Schwindel oder Übelkeit, wenn sie sich eine gewisse Zeit in einer geschlossenen virtuellen Welt aufhalten. Dieses Problem dürfte allerdings nicht die Hololens betreffen, da sie die reale Welt nicht völlig ausblendet.

Generell gilt die Spielebranche als einer der wichtigsten Treiber für die neuen Technologien. Auf der Spielemesse E3 in Los Angeles demonstrierte Microsoft zuletzt, wie sich Szenen aus dem Spiel Minecraft mit der Brille in den Raum projizieren und per Handbewegung und Sprache steuern lassen. Bis ein solches Szenario für Gamer Alltag wird, dürfte es aber sicher noch einige Jahre dauern. (sda/kjo)