Büpf-Referendum: tot oder nicht tot?

Es ist ein bisschen wie mit Schroedingers Katze: Der Juso-Präsident erklärt das Büpf-Referendum für gescheitert. Das Referendumskomittee sieht dies anders.
 
Juso-Präsident Fabian Molina erklärt in einem Interview mit 'Blick.ch' das Referendum gegen das Gesetz zur Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (Büpf) für gescheitert.
Die bürgerlichen Jungparteien würden die zugesagten Unterschriften nicht liefern, sagte er. "Wer jetzt noch an das Gelingen des Referendums glaubt, glaubt wohl auch noch an den Samichlaus", so der Juso-Präsident gegenüber der Zeitung.
 
Mit dieser Meinung steht er aber laut einer Mitteilung des Referendumskomittees Stop Büpf alleine da. In einer Sitzung am Montag Abend sei das Komitee zum Schluss gekommen, dass das Ziel immer noch erreichbar ist. Sämtliche andere Gruppierungen innerhalb des Komitees sind der Meinung, dass die Sache zu wichtig ist, um vorzeitig abgeblasen zu werden. Somit werde man alles Nötige unternehmen, um die Sache zu einem guten Ende zu bringen. "Jetzt erst recht", sagt Jean-Marc Hensch in einem kurzen Telefongespräch mit inside-it.ch. Hensch ist Geschäftsführer des IT-Branchenverbands Swico, der das Referendum unterstützt. Das publizierte Interview kommt Hensch zufolge unerwartet. An der Sitzung sei nichts dergleichen besprochen worden.
 
Die Sammelfrist dauert noch bis zum 7. Juli. Molina zufolge fehlen derzeit noch 30'000 Unterschriften. (kjo)