Swisscom sieht sich bei Umstellung auf VoIP auf Kurs

Der Lebenszyklus der herkömmlichen Festnetztelefonie ist am Ende angelangt, erinnert Swisscom in einem Newsletter. Der Telco plant, wie bereits bekannt, die Festnetztelefonie bis Ende 2017 durch Voice over IP (VoIP) abzulösen. "Der Plan ist ambitioniert, wir sind aber auf Kurs", sagt Beat Döös, Leiter All IP Transformation bei Swisscom. Bis heute sind demnach mit 1,3 Millionen Kunden mehr als die Hälfte der Swisscom-Kunden auf IP. Ende 2016 sollen es drei Viertel sein, so Swisscom.
 
Separate Telefon- und Internetleitungen seien nicht mehr nötig. Es gebe jedoch noch Privatkunden die ausschliesslich über einen analogen Festnetzanschluss bei Swisscom verfügen. Diese sollen nun schrittweise kontaktiert werden. In den meisten Fällen könne der Kunde das bestehende Telefongerät weiterverwenden. Lediglich Kunden mit sehr alten Wählscheibentelefonen oder ISDN-Geräten benötigen ein neues Gerät.
 
Die Mehrheit der Grosskunden stehe dem Thema All IP positiv gegenüber und verstehe die Notwendigkeit des Technologiewechsels, sagt Swisscom. Die meisten würden heute schon Voice over IP Technologien ein. Viele Grosskunden hätten bereits All IP Projekte gestartet und seien in der Umsetzung. Viele, aber nicht alle, müsste man dazu vielleicht dazu setzen. Manche, zum Beispiel das VBS, lassen die Deadline Ende 2017 recht nahe rücken, bis auch sie bereit sind.
 
Der Telco kündigt zudem einen neuen Service für Swisscom-All-IP-Kunden an. Diese sollen voraussichtlich ab Ende Jahr die Möglichkeit haben, einen Spam-Filter zur Sperrung von unerwünschten Werbeanrufen einzurichten. (kjo)