Startschuss für Apple Pay in der Schweiz

Nun geht das Duell Twint vs. Apple Pay los.
 
Nach wochenlangem Gemurmel ist es nun soweit: Ab heute steht die mobile Bezahllösung Apple Pay in der Schweiz zur Verfügung, wie das Unternehmen mitteilt. Damit ist die Schweiz in Europa das zweite Land nach Grossbritannien, in dem der Dienst des US-Konzerns genutzt werden kann. Zudem wurde die Bezahl-App in den USA, in Kanada und in China lanciert.
 
Da der Dienst über die NFC-Technologie funktioniert, lässt sich damit in allen entsprechend ausgerüsteten Supermärkten oder Restaurants bezahlen. Nutzen können den Dienst Inhaber einer Master- oder Visa-Kreditkarte der Cornèr Bank, Bonuscard oder Swiss Bankers Prepaid Services, so die Informationen auf der Website von Apple Pay.
 
Apple Pay funktioniert über die NFC-Technologie der iPhones oder der Apple Watch, während diese Technologie für Drittanbieter gesperrt ist. Deshalb, so wurde gestern bekannt, hat die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) eine Klage bei der Wettbewerbskommission (Weko) eingereicht hat. Die NFC-Technologie von Apple müsse allen offen stehen, so die SKS. Die Weko bestätigte gestern zwar den Eingang der Klage, sagte aber, man werde zur Zeit kein Verfahren einleiten, sondern beobachten, wie sich der Markt entwickle. (kjo)

Unser Kommentar:

Wer macht das Rennen Twint/Paymit oder Apple Pay? Über kurz oder lang wird sich eine Bezahllösung durchsetzen. Kann die Schweizer App Twint dem Tech-Giganten Apple die Stirn bieten? Da die NFC-Technologie bei den iPhones für Twint gesperrt ist und Apple in der Schweiz nach wie vor einen hohen Marktanteil geniesst, hat Apple Pay sicher gute Chancen in der Schweiz.
 
Für Twint/Paymit könnte das subjektive "Made in Switzerland"-Gefühl sprechen. Nutzer vertrauen vielleicht eher einem Schweizer Anbieter. Hinter Twint/Paymit stecken unter anderem SIX, die Grossbank UBS, die ZKB, Postfinance (Twint) und weitere Banken der Schweiz.
 
Die Anbieter von Twint und Paymit haben sich kürzlich geeinigt die Apps zusammenzuschliessen ? unter anderem um Apple Parole zu bieten. Gleichzeitig scheint die Co-Branding-Lösung, auf die sich die Anbieter geeinigt haben, Twint für die Anwender unnötig zu verkomplizieren.
 
Wir sind gespannt, wer das Rennen macht.