"Zinspilot" kommt in die Schweiz

Die Hamburger Fintech-Spezialisten von Deposit Solutions teilen mit, dass sie eine Niederlassung in der Schweiz eröffnen. Chef der nun gegründeten Deposit Solutions Schweiz GmbH ist Thomas von Hohenhau, der auf Anfang Juli auch als CCO (Chief Client Officer) in die Geschäftsleitung des Unternehmens berufen worden ist.

Deposit Solutions betreibt die Plattform "Zinspilot". Sie wird als Plattform mit offener Architektur zur Ermittlung guter Zinserträge für Tages- und Festgeldanlagen in Europa angepriesen. Derzeit wird in 21 Produktkategorien jedem Interessierten angeboten, einfach Zugang zu Banken mit attraktiven Tages- und Festgeldzinsen zu erhalten. Konkret können sogenannte Produktbanken, derzeit sind es fünf, wie ein Sprecher zu inside-it.ch sagte, ihre Sparangebote auf der offenen Plattform einstellen. Das erlaube dann die Vermarktung dieser Angebote durch andere, sogenannte Kundenbanken. Ein Sparer solle so ohne Bankwechsel und neue Kontoeröffnungen jedes mögliche Sparangebot auf der Plattform über das Konto seiner Hausbank nutzen können, wozu diese selbstverständlich in die Plattform eingebunden sein muss.
 
Spannend wird das Angebot der Deposit Solutions also dann, wenn möglichst viele Banken bei Zinspilot mitmachen. Wobei die Plattform von Banken auch als eigenes Produkt (whitelabling) für ihre Kunden eingesetzt werden kann. Gerade weil hierzulande die Zinsen auf Tages- und Festgeld unter die Inflationsrate gefallen seien und die Banken hohe Privatkundeneinlagen in den Bilanz hätten, die sie zu negativen Zinsen bei der SNB (Schweizerischen Nationalbank) parken müssten, würde sich der Rückgriff auf die Plattform lohnen.

Mit dem 33-jährige von Hohenhau hat das Startup einen Ex-Julius-Baer-Banker an Bord geholt. Dort habe er zuletzt als Head of Portfolio Management International gearbeitet. Er halte einen Bachelor in Business Administration sowie einen Master für Banking and Finance und sei gut vernetzt, heisst es bei Deposit Solutions weiter. (vri)