Ergon, AdNovum und USP von Gartner geadelt

In Gartners Magic Quadrant für Web Application Firewalls (WAF) tauchen gleich drei Schweizer Unternehmen auf. In den Magic Quadrants ordnet Gartner Produkte eines bestimmten Marktsegments als Führer, Visionäre, Herausforderer oder Nischen-Player ein. Die Magic Quadrants sind beliebt, denn sie geben potentiellen Kunden einen schnellen Überblick über Stärken und Schwächen eines Anbieters ein. Schweizer Firmen IT-Produkte schaffen es nur selten in einen Magic Quadranten. Nicht so beim Thema Web Application Firewall. Hier tauchen Ergon, AdNovum und United Security Providers auf. Alle drei Schweizer Hersteller sind aber als Nischen-Player eingestuft.
 
Das Wachstum des WAF-Markts wird von Kundenbedürfnissen vorangetrieben, ihre internen und öffentlichen Web-Applikationen zu schützen, wie Gartner schreibt. Diese Bedürfnisse reichen von "zufriedenstellender" Sicherheit, um rechtliche Auflagen zu erfüllen, bis hin zu einem umfassenden Schutz vor gezielten Angriffen.
 
Lob und Tadel von Gartner
Gemäss Gartner ist Ergon mit Airlock der grösste Schweizer WAF-Anbieter, der für den Quadranten evaluiert wurde. Die Airlock-Suite bietet neben WAF auch Authentifizierungs- und Identitäts-Management (IAM) und weitere Authentifizierungs-Module, schreibt Gartner. Von den Kunden werde Airlock gelobt, weil sie einfach zu bedienen sei, stabil läuft, das Interface intuitiv zu nutzen sei und der Support und die Pre-Sales-Beratung gut sei. Kritik gibt es, weil das Airlock WAF-Management-Interface nur auf Englisch verfügbar ist und das Software-Lizenzmodell, je nach Anzahl der Anwendungen, relativ komplex sei. Im Vergleich zu den lokalen Mitbewerbern, so Garnter weiter, habe Ergon den am besten ausgebauten Channel ausserhalb der Schweiz.
 
Die Nevis Security Suite von AdNovum bietet eine WAF sowie Authentifizierungs- und Identitäts-Management. Seit 2015 gibt es WAF-as-a-Service für Neukunden, schreibt Gartner. Als Nischen-Player wird AdNovum eingestuft, wegen der (noch?) eingeschränkten Präsenz ausserhalb der Schweiz. Der Channel beschränke sich auf die Schweiz, Deutschland und Singapur. Gelobt wird das Angebot von Gartner unter anderem wegen der starken Unterstützung durch den Hersteller und den Features für Mobile-Application-Security. Lob gibt es von Garnter zudem wegen ausgezeichneter Referenz-Kunden in der Schweiz, darunter auch Finanzinstitute.
 
Der dritte Schweizer Anbieter im aktuellen Gartner-Quadranten ist United Security Providers (USP) mit der Secure Entry Server (SES) Plattform, in die eine WAF integriert ist. Ähnlich wie die anderen beiden Unternehmen ist USP wegen mangelnder Präsenz ausserhalb der Schweiz ein Nischen-Player. Als Stärken der SES-Plattform nennt Garnter die gute Integration der WAF und der Authentifizierungsplattform. Auch für die Funktionen wie URL-Encryption, Schutz vor CSRF sowie die Performance und gute Kunden-Unterstützung gibt es Lob. Kritisiert wird hingegen das nur in Englisch verfügbare Interface und die limitierten Reporting-Möglichkeiten. (kjo)