HP verweigert fremde Tinte

Die Drucker von HP verweigern derzeit ihren Dienst, wenn in ihnen Tintenpatronen stecken, die nicht von HP selbst stammen. Dies berichtet 'Golem' mit Berufung auf 'Myce' und Recherchen der niederländischen Firma 123inkt. Die Firma verkauft Tintenpatronen für HP-Drucker und hat durch Kunden vom Problem erfahren.
 
Das Problem besteht dem 'Myce'-Bericht zufolge seit dem 13. September. An diesem Tag hätten tausende von HP-Drucker die gleiche Fehlermeldung angezeigt. Versuche man zu drucken, sage einem das Geräte, dass die Patrone fehlerhaft sei und man sie ersetzen soll.
 
HP habe zunächst auf Anfrage von 'Myce' gesagt, die Ursache sei ein Nebeneffekt eines Firmwareupdates. Gemäss 123inkt gab es aber das letzte Mal im März eine neue Firmware. Zudem seien auch Geräte betroffen, die vor diesem Datum ausgeliefert worden sind sowie Geräte, die nicht am Internet angeschlossen sind. Es könne jedoch sein, dass der 13. September in einem älteren Update als Termin vorprogrammiert wurde, ab dem fremde Patronen nicht mehr von den Druckern akzeptiert werden.
 
HP bestätigt
Dies hat HP schliesslich bestätigt, unter anderem mit Bezug auf den Schutz von Innovation und geistigem Eigentum. Man habe vergangenes Jahr Änderungen an der Software vorgenommen, um "die Drucker und die Kommunikation zwischen Patrone und Drucker zu schützen," zitiert 'Myce' die Aussage eines HP-Sprecher gegenüber der niederländischen Rundfunkanstalt 'NOS'. Demnach sind nicht alle, aber mehrere der HP-Druckermodelle betroffen. Die Drucker funktionieren noch, wenn man originale HP-Patronen mit Tinte nachfülle, sofern die Patrone einen HP-Security-Chip enthalte. Andere Patronen "funktionieren möglicherweise nicht", so der HP-Sprecher weiter. (kjo)