Google investiert eine Milliarde Pfund in London

Google scheint keine Angst vor den Folgen des Brexit zu haben: Der Google-Chef Sundar Pichai hat in einem Interview mit der 'BBC' Investitionen von rund einer Milliarde Pfund (rund 1,25 Milliarden Franken) in London angekündigt. Das Geld soll zur Erweiterung des Google-Hauptquartiers für Grossbritannien in London verwendet werden. Bis 2020 sollen dort rund 3000 neue Stellen geschaffen werden. Die Zahl der Google-Angestellten in Grossbritannien würde damit von gegenwärtig 4000 auf etwa 7000 wachsen.
 
In Zürich, wo Google auch eine sehr grosse Niederlassung mit über 1500 Mitarbeitenden hat, haben sich Google-Manager hin und wieder darüber beklagt, dass es aufgrund der hiesigen Bewilligungspraxis für ausländische Mitarbeitende schwierig sei, offene Stellen zu besetzen.
 
Auch in Grossbritannien ist diese Bewilligungspraxis ein grosses Thema für Google. Pichai erhob gegenüber der britischen Regierung in dieser Beziehung gleich mal den Mahnfinger. Offene Grenzen und eine grosszügige Bewilligungspraxis für gut ausgebildete Migranten seien eine "absolute Notwendigkeit" für den Tech-Sektor in Grossbritannien.
Google-Mitarbeitende, deren Namen die 'BBC' nicht nennt, wurden noch etwas konkreter: Laut ihnen könnte Google die angekündigten Investitionen in London auch wieder streichen, falls nach dem Brexit neue Barrieren für die Einwanderung von Fachleuten entstünden. (hjm)