Jira-Hersteller Atlassian kauft Projektplanungs-Tool Trello

Atlassian, Hersteller von Kollaborations-Software, darunter Jira, Confluence und HipChat kauft Trello für 425 Millionen Dollar, wie 'Bloomberg' meldet.
 
Trello ist eine Projektmanagement-Software, die eine Art digitaler Post-it und Whiteboards bietet, um Task- und Prioritätenlisten zu organisieren. Laut Eigenangaben wird die Software von 19 Millionen Usern verwendet, eine Zahl, dies sich in den letzten 12 Monaten fast verdoppelt habe.
 
Laut der von einer österreichischen Firma erhobenen Rangliste namens Project Management Zone rangiert Trello als Nummer vier unter den Projektplanungstools noch vor Basecamp, und einen Rang hinter Jira. In den Projekt-Kollaborationstools ist es auf Rang drei.
 
'Wired' glaubt, dass Atlassian für die Software so viel Geld ausgebe, weil Trello nicht nur unter Programmierern, sondern auch unter Marketing-, Sales- und HR-Abteilungen beliebt ist. Dies im Unterschied zum eigenen Jira, das vor allem in IT-Abteilungen eingesetzt wird, beispielsweise für das Change- und Incident-Management. Atlassian hoffe, so seinen Markt erweitern zu können.
 
Umgekehrt ist offen, ob nun Trello bei Software-Entwicklern an Beliebtheit gewinnt, ist es doch nicht vollumfänglich mit agilen Planungs- und Berichtsfunktionen versehen und hat auch nicht die vielen Add-ons wie Jira.
 
Weiter verbreitet in "IT-fremden" Betrieben als Jira ist Atlassians Enterprise-Wiki Confluence, oft wird es mit einem Website-ähnlichen Design als Intranet genutzt.
 
Trello wird auch künftig als Standalone-Lösung erhalten bleiben. Laut 'Wired' soll das rund 100köpfige Trello-Team intakt bleiben und auch nicht von New York ins Atlassian-Hauptquartier nach London umziehen.
 
Analysten rechnen damit, dass der Markt für Business-Kommunikations- und Kollaborations-Software stark wachsen dürfte. (mag)