Finnova und GLKB wollen ein Kreditberatungs-Tool verkaufen

Noch ist es im Stadium einer Absichtserklärung: Finnova und die Glarner Kantonalbank (GLKB) wollen zusammen eine neues, digitales Kreditberatungs-Tool entwickeln.
 
Das an sich wäre nicht sehr ungewöhnlich, eine solche Lösung hat Finnova bereits im Angebot. Die Absicht ist es aber nun, die Berateroberfläche (darunter Administration, Datenerfassung) neu zu bauen und als eigenständiges Produkt auf den Markt zu bringen.
 
Die Idee und das Ziel ist es, den Kreditprozess vom Kundenberater bis zum Backoffice weitgehend zu digitalisieren, vom Offering bis zu Abschluss. Weniger Medienbrüche, weniger Papier, mehr Effizienz.

"In die Lösung sollen zudem jene Services eingebunden werden, die für eine automatische Bewilligung und Abwicklung notwendig sind."
 
Den Kreditentscheid werden nach Aussagen eines GLKB-Sprechers Menschen fällen, nicht ein Algorithmus.
 
Die geplante Partnerschaft ist nicht zufällig, die GLKB ist seit längerem Kunde von Finnova. Und umgekehrt, so ein Finnova-Sprecher, habe man bei der Evaluation möglicher Partner bei der GLKB grosse Übereinstimmung im technologischen Verständnis gefunden.
Ein erster, grober Zeitplan besgt, dass vermutlich die GLKB das Produkt 2018 erst pilotieren und später einsetzen werde, so beide Unternehmen auf Anfrage.
Zu diesem Zeitpunkt wird das Kreditberatungs-Tool, wie andere "Extensions", vollumfänglich in die Finnova-Plattform integriert sein und der Lenzburger Banken-Software-Spezialist bietet es seinen Kunden an. Die bisherige Finnova-Lösung bleibt bestehen.
 
Gleichzeitig profiliert sich die GLKB weiter als Software- und Serviceanbieterin, die mit für sich selbst entwickelten Lösungen als Lizenzgeberin Gewinne einfahren will. (mag)