Die neue Fitbit-Smartwatch ist Mobile-Payment-fähig

Die Fitbit-Smartwatch kommt im Oktober auf den Markt.
Im Oktober erscheint die erste Smartwatch des Wearables-Herstellers Fitbit. Die Ionic genannte Uhr wird mit einer Payment-Funktion ausgestattet. Sowohl Visa als auch Master Card haben angekündigt das Feature zu unterstützen. Um mit der Ionic bezahlen zu können, müssen Kunden beispielsweise eine Visa Kredit- oder Debit-Karte einer teilnehmenden Bank in der Fitbit Companion App hinterlegen. Anschliessend kann überall dort bezahlt werden, wo NFC-fähige Terminals vorhanden sind. Wie Mastercard schreibt, wird die Payment-Funktion zunächst in den USA unterstützt, soll aber "bald" in weitere Märkte gebracht werden.
 
Fitbit biete die Zahlungen über den Visa-Token-Service an. Die Tokenisierung soll für Sicherheit sorgen, denn die Karteninformationen wie Kontonummern und Ablaufdaten werden mit einem eindeutigen digitalen Identifikator, dem Token, ersetzt. Bei der Zahlung wird der Token verwendet, ohne dass die sensiblen Daten übertragen werden. Da die tokenisierte Visa-Nummer nur auf einem Gerät gültig ist, biete dies Sicherheit im Falle eines Verlusts oder Diebstahls. "Ein Token, der speziell für das Bezahlen am Terminal ausgegeben wurde, kann nicht für Einkäufe im Internet genutzt werden", so Stefan Holbein, Country Manager Switzerland von Visa, gegenüber inside-it.ch. Fitbit ist – nach Apple und Samsung – ein nächstes Beispiel, bei dem Visa-Tokens auf Wearables zur Anwendung kommen. Im Gespräch deutete Holbein darauf hin, dass noch weitere Anwendungsfälle für das mobile Bezahlen mittels Visa-Token folgen werden, insbesondere auch im IoT-Bereich.
 
Für die Händler sind in diesem Fall keine weiteren Investitionen in die Infrastruktur nötig. "Wenn sie NFC-Zahlungen einer Kreditkarte akzeptieren können, können sie auch Zahlungen über die Fitbit-Smartwatch abwickeln. Aus Händlersicht
Stefan Holbein, Country Manager Schweiz bei Visa.
handelt es sich schlicht um eine Visa-Nummer", so Holbein.
 
Visa glaubt an mobile Payment
Verschiedene Umfragen haben in den letzten Monaten gezeigt, dass in der Schweiz erst eine Minderheit der User Smartphones für Zahlungen nutzt. Derzeit seien drei Milliarden Visa-Karten im Umlauf, die an Millionen von Akzeptanzstellen genutzt werden. 2020 werden es 20 Milliarden Geräte sein, die in irgendeiner Form eine Bezahlung auslösen können, glaubt der Visa-Manager. "Für uns kommt es nicht darauf an ob es sich um ein Auto, einen Kühlschrank oder ein IoT-Gerät handelt." (kjo)