Zu verschwiegen? Russland büsst Messenger Telegram

Ein russisches Gericht hat den Messenger-Dienst Telegram zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er dem Inlandsgeheimdienst das Mitlesen seiner Nachrichten verwehrt.
 
Das Unternehmen muss 800'000 Rubel (etwa 13'600 Franken) zahlen. Das berichtete die Nachrichtenagentur 'Tass'. Die kostenlose App ist in Russland besonders beliebt, weil Nachrichten verschlüsselt vom Absender zum Empfänger gelangen.
 
Der Inlandsgeheimdienst FSB hatte Informationen zur Entschlüsselung sämtlicher über Telegram verschickten Nachrichten verlangt. Als das Unternehmen sich weigerte, legte der FSB offiziell Beschwerde ein.
 
Telegram hat zehn Tage Zeit, um die Geldstrafe anzufechten. (sda / mag)