SBB-Software Sopre benötigt 60 Nothelfer

Seit November 2017 setzen die SBB für die Dienstplanung der Lokführer die Software Sopre ein. Bekanntlich bereitet diese Probleme, insbesondere in Störungsfällen lasse die Performance zu Wünschen übrig. Eine spezielle Taskforce begleitet die Einführung der Software, doch dies reichte einem Bericht der 'NZZ am Sonntag' zufolge nicht aus. Nun wurden auch Lokführer umgeteilt, um bei der Problembehebung zu helfen. Es handle sich um rund 60 Angestellte. "Die meisten sind Lokführer, die mehrmonatige Stages in der Planung absolvieren", bestätigt die SBB der Sonntagszeitung. Ebenfalls im Team seien IT-Spezialisten.
 
Der Zuschlag für das Sopre-Projekt in Höhe von 18,8 Millionen Franken ging im Jahr 2011 an Accenture. Die Planungssoftware wurde gestaffelt eingeführt. Mittlerweile verursacht das Projekt erhebliche Mehrkosten. 'Blick' beziffert diese auf 70 Millionen Franken. Die SBB betont gegenüber der 'NZZ am Sonntag', dass die gröbsten Fehler mittlerweile korrigiert seien und das System künftig zu beträchtlichen Einsparungen verhelfen werde. (kjo)