Atos: "Olympische Spiele sind attraktives Ziel für Cyber-Kriminelle"

Während der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Südkorea wurden die Systeme der Veranstalter angegriffen. Nun hat sich Atos, der IT-Dienstleister des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), zum Vorfall geäussert. Der französische Konzern betont, dass es durch den Angriff zu "keiner kritischen Unterbrechung" der Spiele gekommen sei. "Die Situation wurde schnell erkannt, gestoppt und kontrolliert und führte zu keinem Datenverlust", so ein Unternehmenssprecher zu 'CRN'. Auch sei die Infrastruktur nicht beschädigt worden
 
Es sei nun eine Untersuchung eingeleitet worden. Man arbeite mit den Behörden zusammen und auch mit Partnern, darunter McAfee Advanced Threat Research, so Atos.
 
Der französische IT-Dienstleister sei seit 2001 Partner des IOC. 2018 werden erstmals alle kritischen IT-Anwendungen per Remote-Zugriff verwaltet und in der Cloud gehostet, teilte der IT-Dienstleister im Vorfeld der Spiele mit.
 
In den Sommerspielen 2016 habe Atos 570 Millionen Security-Events abwehren können, ohne dass die Veranstaltung dadurch gestört worden sei, heisst es weiter. "Die mediale Aufmerksamkeit machen die Olympischen Spiele zu einem attraktiven Ziel für Cyber-Kriminelle", so Atos. In Südkorea betreibe das Unternehmen zwei Security Operation Center (SOCs) vor Ort, die beide rund um die Uhr besetzt seien. Unterstützung gebe es von einem Atos-SOC in Europa. (kjo)