Umbruch bei Finnova: "Wir bauen um 40 Stellen aus"

Eine grosse Zahl von Mitarbeitern sei entlassen worden, 55-Jährige landeten auf der Strasse, die Kritik werde immer lauter, so lautet der Einstieg eines Artikels von 'Inside Paradeplatz' über den Schweizer Bankensoftware-Anbieter Finnova. Tatsächlich finden sich verärgerte Kommentare von Finnova-Mitarbeitern auf Kununu, aber der Banken-Blog rudert im Artikel selber ein wenig zurück. Wir haben bei der Lenzburger Softwareschmiede nachgefragt.
 
Ja, man befinde sich in einer Transformationsphase, erklärt Marc Büdenbender, der Kommunikationsleiter von Finnova. Einzelne Entlassungen aus Performance-Gründen aber auch wegen Umstrukturierungen, räumt er ein. Es habe aber definitiv keine grosse Zahl von Entlassungen gegeben im letzten Jahr. Im Gegenteil wolle man die Belegschaft unter dem Strich um rund 40 Leute ausbauen.
 
Die Transformation bedeute vor allem, dass man die Entwicklungsabteilung mit rund 230 Beschäftigten auf agile Methoden umstelle. Dazu brauche es neue Leute mit den entsprechenden Skills, bestätigt Büdenbender. Man entwickle neue Produkte, deren Umsetzung verschiedene Fähigkeiten benötigten. Aber auch die bestehende Finnova Banking Software werde laufend weiterentwickelt: Und hier brauche man Angestellte, die sich etwa in der Oracle PL/SQL-Welt auskennen würden. Es stimme also nicht, dass vor allem ältere Mitarbeiter entlassen würden, beteuert Büdenbender.
 
Finnova beschäftigt derzeit rund 400 Angestellte und hat auf der eigenen Website 24 Jobs ausgeschrieben. (ts)