HPEs Sparprogramm trägt Früchte

(Quelle: HPE)
HPE wächst in allen drei Geschäftsbereichen und erzielt einen Milliardengewinn. CEO Neri will Restrukturierung vorantreiben.
 
Zum ersten Mal präsentierte der neue HPE-CEO Antonio Neri das Bilanzergebnis des Konzerns. Und er kann gute Zahlen ausweisen. In den drei Monaten bis Ende Januar 2018 setzte der US-Konzern 7,7 Milliarden Dollar um. Dies ist ein Zuwachs von elf Prozent im Jahresvergleich und mehr als Analysten erwarteten. Der Nettogewinn vervielfachte sich: Im ersten Quartal lag er bei fast 1,5 Milliarden Dollar nach rund 270 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.
 
Man habe von der US-Steuerreform und weiteren Einmaleffekten profitiert, schreibt der Konzern. Aufgrund des Ergebnisses plane HPE die Dividenden und die Einzahlungen in die Pensionskassen (401 K) zu erhöhen. Der Konzern will zudem Aktien im Wert von über 5,5 Milliarden Dollar zurückkaufen, heisst es in der Mitteilung weiter. Daneben investiere man in ein Weiterbildungsprogramm für die Mitarbeitenden.
 
HPE sei in allen drei Bereichen gewachsen. Das Intelligent-Edge-Business, wozu die Aruba-Lösungen und -Services zählen, legte um neun Prozent zu, obwohl das Wireless-Geschäft "enttäuschend" gewesen sei, schreibt der Konzern weiter. Der Umsatz im Segment Hybrid IT (Cloud und Datacenter) wuchs um zehn Prozent im Jahresvergleich, insbesondere wegen guten Ergebnissen in den Bereichen Storage (+24 Prozent) und Datacenter-Networking (+27 Prozent). Im dritten Bereich, Financial Services, verzeichnete HPE ein Umsatzwachstum von acht Prozent, wie der Mitteilung zu entnehmen ist.
 
"Ein Grossteil unseres Geschäfts läuft über den Channel und die Ergebnisse sprechen für sich", sagte Neri zum US-Magazin 'CRN'. "Wir haben in allen Marktsegmenten über den Channel zweistelliges Wachstum erzielt."
 
Die Resultate der einzelnen Ländern kommuniziert der Konzern nicht, aber die Ergebnisse hierzulande seien mit den internationalen vergleichbar. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Start des Jahres", sagt HPE-Schweiz-Chef Carlo Giorgi auf Anfrage von inside-channels.ch. Man sehe in der Schweiz wie auch global in allen drei Bereichen Wachstum.
 
Sparprogramm auf Kurs
Mit der HPE Next genannten Initiative will der Konzern 1,5 Milliarden Dollar einsparen. Das Programm befinde sich auf Kurs, ohne dass das Business darunter gelitten habe, schreibt HPE. Einige kritische Teile des Programms habe man bereits abgeschlossen, darunter etwa die Transformation des Vertriebs, wo die Anzahl der Management-Level reduziert wurden.
 
Der langjährige HP- respektive HPE-Manager Neri hat den Chefposten erst vor kurzem von Meg Whitman übernommen. "Ohne Megs Führung in den letzten Jahren, wären wir nicht hier. Sie hat uns auf einen guten Weg gebracht. Meine Chance hier ist, unsere Strategie zu beschleunigen", sagt er gemäss 'The Register' zu Analysten. (kjo)