VBS und ETH entwickeln Security-Lösung für GPS

Das Technologiezentrum das VBS-Beschaffungsarms Armasuisse "Wissenschaft und Technologie" (W&T) hat ein System zum Cyber-Schutz von GPS im Köcher. Das neuartige System zur Sicherung des GPS-Systems habe man zusammen mit Forschern der ETH Zürich und dreier weiterer Universitäten entwickelt, teilt W&T heute mit.
 
Immer häufiger gebe es Angriffe auf Flugzeuge und Drohnen, die sich mittels GPS orientieren. So sei etwa versucht worden mit Störungs- und Täuschsignalen Flugzeuge vom Kurs abzubringen und Drohnen zu übernehmen. Das neue System namens Crowd-GPS-Sec überwache beständig den Luftraum anhand digitaler Flugverkehrs-Signale. Neuartige Algorithmen könnten falsche GPS-Signale innerhalb von Sekunden aufspüren und spätestens nach 15 Minuten sei der Angreifer auf etwa 150 Meter geortet, verspricht W&T. Die Signale würden als Crowdsourcing von einer Gruppe Freiwilliger über das Internet überwacht, die zu Hause Antennen stellen würden, wie Jacqueline Stampfli von Armasuisse inside-it.ch auf Nachfrage erklärt. So könnten betroffene Organisationen auf die Lösung setzen, ohne eine Infrastruktur aufbauen oder die GPS-Empfänger in den Flugvehikeln ändern zu müssen.
 
Das System gibt es derzeit als Prototyp. Es soll im Mai an der Cyber-Security-Konferenz des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) in San Francisco präsentiert werden. (ts)