Slack-Konkurrenten wetzen ihre Messer

Das von einem unabhängigen Unternehmen angebotene Team-Kollaborationstool Slack findet bei Unternehmen grossen Anklang. Aber auch die beiden übermächtigen Konkurrenten Microsoft und Google würden sich gerne ein grosses Stück von diesem Kuchen abschneiden.
 
Google hat seinen Slack-Konkurrenten Hangouts Chat schon vor einem Jahr angekündigt. Erst jetzt ist das Tool aber, als Teil der G Suite für Unternehmen, generell erhältlich.
 
Die Bezahlversion von Hangouts Chat soll Gruppenkonversationen mit bis zu 8000 Teilnehmern unterstützen. Über Widgets können zudem Daten aus dem Unternehmensnetzwerk integriert werden. Mitteilungen werden per Default unbeschränkt gespeichert, optional kann man sie aber auch den eigenen Wünschen entsprechend automatisiert löschen.
 
Auch Microsoft hat mit Teams einen Slack-Konkurrenten auf Lager. Ein Nachteil für Teams war aber bisher seine Geschlossenheit: Nur Personen mit einem Account in einem Azure Active Directory eines Unternehmens konnten bisher einem Chat-Room beitreten. Durch das im letzten September angekündigte Feature "Guest Accounts", das laut 'Ars Technica' nächste Woche ausgerollt wird, sollen nun aber auch Leute mit beliebigen E-Mail-Adressen aufgenommen werden können.
 
Weiterhin muss aber mindestens eine Person eine Office-365-Lizenz besitzen, um eine Teams-Instanz zu eröffnen. 'Ars' glaubt aber, dass in naher Zukunft auch diese Beschränkung für Teams wegfallen könnte. Microsoft würde dann, so die Spekulation, ebenso wie Slack dies tut, eine kostenlose und eine Bezahlversion seines Tools gleichzeitig anbieten. (hjm)