RZ-Ostschweiz legt mit ersten Kunden los

Der erste Spatenstich erfolgte im Oktober 2016, die Aufrichte wurde im letzten August gefeiert und nun sind wie angekündigt erste Kunden ins Rechenzentrum Ostschweiz eingezogen. Der futuristische Bau in Gais beherbergt inzwischen die Rechner der Firma Lexo aus Speicherschwendi, die der St. Galler Newvision Consulting und die der Rebsteiner Orbitron Proserv, sagt der RZ-Projektleiter Christoph Baumgärtner in einem kurzen Telefonat mit inside-channels.ch. An Ostern werde zudem die Appenzeller ctf Informatik ihre Hardware nach Gais zügeln, schiebt er nach.
 
Damit haben die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke (SAK), die hinter dem RZ-Bau steht, eine weitere Hürde genommen. Denn gebaut wurde, ohne dass ein einziger Vertrag abgeschlossen worden war. Private RZ-Betreiber starten einen Neubau meist erst, wenn etwa ein Drittel der RZ-Fläche vergeben ist. Laut Baumgärtner sei das Vorhandensein von Kunden für die SAK als öffentliche Institution aber kein Kriterium gewesen. Vielmehr habe man in einer Markterhebung den Bedarf abgeklärt und dann den rund 25 Millionen Franken teuren Bau realisiert.

Das Ostschweizer RZ ist Tier-IV-Level zertifiziert und liefert auf einer RZ-Fläche von zweimal 450 Quadratmetern Platz für insgesamt 300 Racks. Wie viel Fläche davon nun belegt ist, will Baumgärtner allerdings nicht sagen.
 
Das RZ weist laut dem Betreiber einen PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) von 1,15 auf was im Schweizer und auch internationalen Vergleich ein sehr guter Wert wäre. (vri)