Fujitsu-Lösung prüft im Voraus Risiken von Smart Contracts

Eine Schwierigkeit bei der Anwendung von Smart Contracts ist ihre Unveränderbarkeit. Ist der Vertrag erstmal in der Blockchain implementiert und in der verteilten Datenbank gespeichert, kann er nicht mehr überarbeitet werden, selbst wenn Fehler darin entdeckt werden. Fujitsu hat nun mitgeteilt, dass man eine Technologie entwickelt habe, mit der man im Voraus prüfen kann, welche Risiken bei einem Smart Contract bestehen. Die Lösung soll zugleich die relevanten Bereiche des Quellcodes identifizieren.
 
Für die Ethereum-Plattform hat Fujitsu die Risiken in sechs Kategorien aufgeteilt, die laut dem japanischen Tech-Konzern von bisherigen Technologien nicht alle entdeckt werden konnten. Bisher habe man lediglich 67 Prozent der Gefahren erkennen können. Die neue Technologie erkenne mit wenigen Ausnahmen alle Risiken und identifiziere mit ähnlich grosser Wahrscheinlichkeit die entsprechenden Stellen im Source-Code.
 
Der Konzern will die Technologie weiterentwickeln und etwa auch für Hyperledger Fabric, ein Blockchain-Framework das von der Linux Foundation gehostet wird, zur Verfügung stellen. Noch im Jahr 2018 soll die Lösung auf den Markt kommen, wie Fujitsu schreibt.
 
Details zu der Technologie und den Risiken hat Fujitsu in einer Mitteilung veröffentlicht. (ts)