Zalando ersetzt Marketing-Mitarbeiter durch Software

Der auch in der Schweiz sehr präsente Kleider-Onlinehändler Zalando will die Marketingabteilung radikal umstrukturieren. "Wir gehen davon aus, dass Marketing in Zukunft noch datenbasierter sein muss. Dafür brauchen wir einen höheren Anteil an Entwicklern und Datenanalysten“, sagt Rubin Ritter, Co-Chef von Zalando, gegenüber der 'FAZ' vor dem Wochenende.
 
Aufgaben, die derzeit von Menschen erledigt werden, sollen künftig von Algorithmen und KI gesteuert werden. Dazu gehören laut Bericht etwa das Versenden von Werbe-E-Mails. Vom Umbau betroffen sind laut Zeitungsbericht rund 200 bis 250 Marketing-Positionen in Berlin.
 
Der Onlineshop sei bereits jetzt stark personalisiert. Ziel sei es, den 23 Millionen unterschiedlichen Kunden in Europa 23 Millionen unterschiedliche Zalandos anzubieten, schreibt der Onlinehändler in einem Blogeintrag. Die Teams der neu ins Leben gerufenen "Personalized-Marketing-Abteilung" bestehen aus Produkt-Managern, Marketing-Experten sowie aus Softwareentwicklern, Daten- und KI-Wissenschaftlern. Insbesondere am Standort Berlin werden laut 'CRN' Entwickler und Daten-Analysten gesucht.
 
Man wolle die Mode-Expertise der Zalando-Fashion-Store-Teams mit daten- und KI-getriebenen Technologien anreichern für eine noch personalisiertere Kundenansprache, schreibt Moritz Hahn, Senior Vice President of Supply and Demand, im Blogeintrag.
 
Nicht alle Arbeitsbereiche würden mit dieser Reorganisation weitergeführt und somit könne nicht jeder Mitarbeiter weiterhin bei Zalando beschäftigt bleiben, geht aus dem Eintrag weiter hervor. (kjo)