Salesforce steckt 100 Millionen Dollar in Dropbox

Nachdem im Februar bekannt wurde, dass Dropbox an die Börse will, ist nun bekannt, zu welchem Preis. Laut aktualisierten Formularen bei der US-Börsenaufsicht visiert Dropbox beim Verkauf von 36'000 Aktien einen Preis von 16 bis 18 Dollar an. Damit werde das Unternehmen bis zu 648 Millionen Dollar einnehmen. Ein genaues Datum für den IPO steht noch aus, der Börsengang wird noch für den laufenden Monat erwartet.
 
Nimmt man das obere Ende der Preisspanne wird Dropbox mit gut sieben Milliarden US-Dollar bewertet. Die Bewertung liegt damit deutlich unter den zehn Milliarden Dollar, mit denen der Cloud-Speicherdienst bei einer Finanzierungsrunde im Jahr 2014 evaluiert wurde.
 
Zusätzlich kündigt Dropbox an, dass Salesforce Venture, der Investment-Arm des CRM-Spezialisten, Aktien im Wert von 100 Millionen Dollar kaufen werde. Die Investition werde direkt nach dem IPO getätigt, zu einem Preis pro Aktie, der dem ursprünglichen Angebotspreis entspreche, heisst es.
 
Salesforce und Dropbox geben gleichzeitig eine vertiefte Kooperation bekannt. Dropbox-Ordner können in die Salesforce Commerce Cloud und Marketing Cloud eingebunden werden. Auf die Ordner können sowohl die internen Teams als auch die externen Partner zugreifen. Änderungen würden automatisch synchronisiert, unabhängig davon, ob der Anwender via Dropbox oder via Salesforce auf die Inhalte zugreife, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung der Unternehmen. Zudem werde Salesforce künftig Dropbox Enterprise nutzen und Dropbox werde die Salesforce-Nutzung "signifikant erhöhen".
 
Im Geschäftsjahr 2017 erwirtschaftete Dropbox einen Umsatz von 1,1 Milliarden Dollar. Dies entspricht einem Wachstum von über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unter dem Strich fiel jedoch ein Verlust von 111,7 Millionen Dollar an. (kjo)