Parlament möchte Cybercrime zentralisiert bekämpfen

Im Kampf gegen die organisierte Cyber-Kriminalität verlangt das Parlament eine zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle. Diese soll die Arbeit der zuständigen Stellen von Bund und Kantonen koordinieren.
 
Nach dem Nationalrat hat heute auch der Ständerat stillschweigend einer Motion von Marcel Dobler (FDP/SG) zugestimmt. Die Mehrheit befand, die Bekämpfung der Cyber-Kriminalität müsse hierzulande stärker als heute koordiniert und zentralisiert werden. Ziel sei es, eine Übersicht der Straffälle und die operative Koordination zwischen den zuständigen Stellen zu gewährleisten.
 
Dobler hatte seinen Vorstoss damit begründet, dass die föderal fragmentierte Strafverfolgung der zunehmenden Komplexität der Cyber-Kriminalität nicht gewachsen sei, solange keine zentrale Anlaufstelle für die operative Koordination bestehe.
 
Der Bundesrat hat im Vorfeld die Annahme der Motion beantragt. Justizministerin Simonetta Sommaruga erklärte, die Cyber-Kriminalität stelle die Strafbehörden vor grosse Herausforderungen. Obwohl der Bund seine Aktionen bereits heute mit den Kantonen koordiniere, sei eine engere Zusammenarbeit begrüssenswert. (sda/kjo)