Airbus lässt Microsoft Office für G Suite sausen

Airbus Industries hatte bisher die vor Ort installierte Version von Microsoft Office im Einsatz. Nun will der Flugzeughersteller die Arbeitsplätze seiner rund 130'000 Angestellten in die Cloud hieven, wie 'The Register' berichtet. Airbus hat sich dabei nicht für Office 365, die Cloud-Version der Microsoft'schen Bürosuite entschieden, sondern wechselt zur G Suite von Google. Das massive Migrationsprojekt soll möglichst schnell angegangen werden und rund 18 Monate dauern.
 
Der Airbus-CIO Luc Hennekens beteuert in einem Interview mit dem 'Register', dass Kostengründe bei der Entscheidung keinerlei Rolle gespielt hätten. Es gehe darum, die Kommunikation unter den Angestellten zu verbessern und traditionelle Wissens-Silos und andere Barrieren abzubauen, unter anderem durch den Einsatz der Google Search für interne Zwecke.
 
Dazu, dass Airbus mit Google statt Microsoft in die Cloud-Welt eintreten will, scheint es auch eine Rolle gespielt zu haben, dass die G Suite schlicht etwas anderes ist, als Microsoft Office. Die Kommunikation bei Airbus beruhe traditionell auf Microsoft und insbesondere E-Mail. "Wir wollen, dass unsere Leute ihre Arbeitsweise fundamental ändern und alte Arbeitsgewohnheiten, beispielsweise Millionen von Mails herumzuschicken, hinter sich lassen", sagt Hennekens. Dies sei wesentlich einfacher zu erreichen mit einem Tool, das von Anfang an für eine andere Arbeitsweise konzipiert worden sei, als mit einem Tool – er meint Office 365 – das zwar einen Fortschritt darstelle, aber in mancher Beziehung ähnlich zu dem sei, was man bisher benutzt habe. (hjm)