Procivis entwickelt E-ID für Rohingya-Projekt

Der Anbieter von E-Gov-Lösungen Procivis – zu dessen Kunden auch der Kanton Schaffhausen gehört – gibt eine Zusammenarbeit mit dem "Rohingya Project" bekannt. Ziel der Nichtregierungsorganisation (NGO) sei es, Personen ohne anerkannte Ausweispapiere eine Identifikationslösung und den Zugang zu Finanzdienstleistungen zur Verfügung zu stellen.
 
Im Rahmen der Partnerschaft stelle das Zürcher Unternehmen Procivis seine eID+-Plattform zur Verfügung und kombiniere diese mit dem von der NGO entwickelten Verifizierungsprozess, wie das Unternehmen schreibt.
 
Als Angehörige eines staatenlosen Volkes hätten rund 3,5 Millionen Rohingya keine offiziellen Ausweispapiere und damit keinen Zugang zu Behörden- oder Finanzdienstleistungen, schreibt Procivis zum Hintergrund.
 
"Mit dem Einsatz unserer Lösung in diesem Kontext sammeln wir wichtige Erfahrungen in der Umsetzung von elektronischen Identitätslösungen für Bevölkerungen, die nicht auf eine vertrauenswürdige, staatliche Identität zählen können", sagt Procivis-Gründer und CEO Daniel Gasteiger.
 
Das 2016 gegründete Zürcher Unternehmen Procivis bietet eine Blockchain-basierte E-ID-Plattform an und arbeitet mit der Universität Zürich an einer E-Voting-Plattform, ebenfalls auf Blockchain-Basis. (kjo)