IBM bringt "magere" Mainframes für die Cloud

IBM versucht schon seit vielen Jahren, Mainframes auch als Computing-Infrastruktur für Cloud-Rechenzentren zu propagieren. Bislang, so unser Eindruck, mit doch eher bescheidenem Erfolg. Nun hat man bei Big Blue mit etwas Verzögerung bemerkt, dass in Cloud-RZs gerne standardisiert wird, zum Beispiel auch die Rackgrösse. Und dass fast ausschliesslich 19-Zoll-Racks als Standardformat verwendet werden.
 
IBM lanciert daher nun erstmals Mainframe-Hardware, die statt in die traditionellen 24-Zoll-Racks auch in schnöde Wald-und-Wiesen-19-Zoll-Racks passt. Die neuen Modelle basieren auf der letztes Jahr lancierten Mainframe-Generation z14. Eine der für Cloud-Provider wichtigen Eigenschaften der z14-Mainframes ist es, dass sie als Infrastruktur für Docker EE zertifiziert sind. Neben einer traditionellen, aber nun "schlankeren" Mainframe-Variante gibt es auch eine 19-Zoll-Variante von "Rockhopper", für den reinen Linux-Betrieb.
 
IBM-Mann Mike Desens fand zwar bei der Präsentation der neuen Modelle, dass er die alte Form immer noch "anmutig" finde. Aber der neue Formfaktor erlaube es Kunden nun, Mainframes, Storage und anderes Equipment im selben Rack unterzubringen und gebe ihnen damit mehr Flexibilität. (hjm)