Lärm zwingt schwedisches RZ in die Knie

Der laute Ton eines Feueralarms setzte ein Rechenzentrum in Schweden ausser Betrieb. Zu den betroffenen Unternehmen gehören die elektronische Börse Nasdaq und die finnischen Banken FIM sowie OP Bank, schreibt 'Bleeping Computer'.
 
Der Vorfall ereignete sich dem Bericht zufolge frühmorgens am 19. April. Der laute Ton im Rechenzentrum Digiplex, das in der Nähe von Stockholm steht, wurde durch eine Gaslöschanlage verursacht. Gaslöschanlagen werden in Datacenters installiert, da sie Brände stillen können, ohne dabei anderes Equipment zu beschädigen. Da das Gas mit viel Druck aus der Leitung strömte, verursachte dies einen lauten Pfeifton. Lärm kann die Funktion von Harddisks stören, wie auch schon die rumänische ING Bank feststellen musste. Auch dort verursachte das Austreten des Brandschutzgases einen so grossen Lärm, was Dutzende von Harddrives zerstörte.
 
Wegen des Vorfalls in Schweden waren die Nasdaq-Services in Nordeuropa zum Börsenstart am 19. April nicht verfügbar. Das Unternehmen nahm ein Backup-System in Betrieb und konnte den Betrieb gegen 14.00 Uhr wieder aufnehmen, so 'Bleeping' weiter. Nasdaq habe eigene Hardware im Digiplex-RZ und miete dort nur den Stellplatz. Das Problem sei nun, dass in Schweden nicht genügend Hardware verfügbar sei, um die zerstörten HDDs zu ersetzen. Man müsse neue Geräte importieren, weshalb die Nasdaq-Services noch über das Backup-System zur Verfügung gestellt werden. (kjo)