Informatik-Störung: Schweizer Luftwaffe passt Training an

Die Schweizer Luftwaffe war vergangenen Freitag von einer Störung betroffen. Dabei ging es um die Übermittlung von Luftlagedaten im Luftraumüberwachungssystem Florako. Die Ursache habe noch nicht eruiert werden können, teilte das Verteidigungsdepartement (VBS) mit.
 
Die Luftwaffe hat deshalb ihren Trainingsbetrieb mit Kampfflugzeugen vorübergehend angepasst. Die Sicherheit im Schweizer Luftraum sei aber nicht tangiert, schreibt das VBS. Der Luftpolizeidienst sei gewährleistet.
 
Die Armee hatte in den vergangenen Tagen eine Soft- und Hardware-Migration im Bereich der Datenübermittlung des Luftlagebildes durchgeführt. Die Störung dauerte laut VBS-Sprecher Daniel Reist rund eine Stunde. Die Ursachenforschung dauere an, heisst es beim VBS. Reist sagte auf Anfrage von inside-it.ch, das System sei weiterhin langsam und instabil.
 
Florako dient dazu, zivile und militärische Flugzeuge sowie Helikopter zu erkennen und die Einsätze der Schweizer Luftwaffe zu führen. Es besteht aus Rechner für die Aufbereitung der Luftlage, aus Radarsystemen, Sprach- und Datenkommunikation sowie verschlüsselter Datenfunk-Kommunikation (Datalink) in einem Netzwerk von Bodenstationen und Informatiksystemen in den Florako-Einsatzzentralen.
 
Das VBS investiert aktuell in den Werterhalt und die Erneuerung von Florako: "Diese Teilsysteme, die zwischen 2003 und 2008 in Betrieb genommen wurden, gelangen ans Ende ihrer technischen Nutzungsdauer", so die VBS-Website.
 
Zu den bekannten Florako-Lieferanten zählen Thales und Air Systems France SAS. (mag / sda)