Kanton Wallis "industrialisiert" IT-Beschaffung

Der Kanton Wallis hat letzte Woche einen interessanten Zuschlag vergeben. Eine Westschweizer Beratungsfirma erhielt den Auftrag, sämtliche IT-Verträge des Kantons zu überprüfen und sie allenfalls neu zu verhandeln.
 
Der Kanton Wallis wolle alle IT-Verträge systematisch überprüfen und sich eine Übersicht über die Bedingungen der Erneuerung dieser Verträge verschaffen, schreibt so Pierre-Marie Porcellana von der kantonalen Dienststelle für Informatik auf Anfrage in einer E-Mail. Das Wallis wolle die IT-Verträge optimieren und sicherstellen, dass sie der IT-Strategie entsprechen, so der Chef der Sektion Logistik und Prozesse der Dienststelle weiter.
 
Die Frage, ob man Unregelmässigkeiten in den bestehenden Verträgen befürchte, beantwortet Porcellana mit einem klaren Nein. Es gehe um die Standardisierung der IT-Verträge und die "Industrialisierung" der Beschaffung. Insbesondere will der Kanton auch die Prozesse für die Vertragsverlängerungen effizienter gestalten, schreibt Porcellana. Strategisch wichtige und grosse IT-Verträge, die auslaufen, werden neu verhandelt. Für IT-Service-Provider, die den Kanton Wallis zu ihren Kunden zählen, könnte es anstrengend werden. (hc)