BMW, Ford, GM, Renault und Co. gründen Blockchain-Initiative

Mit der Mobility Open Blockchain Initiative (MOBI) wollen Autofirmen von Rang und Namen in einem Konsortium von rund 30 Firmen und Organisationen die Entwicklung einer sicheren und offenen Blockchain-Lösung für die Autoindustrie vorantreiben. Mit von der Partie sind BMW, Ford, General Motors und Renault, die zusammen laut Mitteilung rund 70 Prozent des Fahrzeugmarktes abdecken. Unterstützt werden die Autobauer unter anderem von Accenture, Bosch, IBM und ZF Friedrichshafen. Mit der Crypto Valley Association ist auch eine im Blockchain-Bereich sehr umtriebige Zuger Vereinigung involviert.
 
Das Konsortium hat es sich zum Ziel gesetzt, das Verkehrswesen sicherer, bezahlbarer und einfacher zugänglich zu machen, wie es in einer Mitteilung heisst. Dazu setzt man auf einen Open-Source-Ansatz, um einen Standard zu etablieren.
 
Es sollen nun unter anderem Projekte in den Bereichen Tracking, automatisches Bezahlen, Big Data, Care-Sharing und Fahrzeug-Identität gestartet werden. "Blockchain und verwandte Technologien sind bereit, die Automobilindustrie neu zu definieren und zu bestimmen, wie Konsumenten Fahrzeuge kaufen, versichern und nutzen", lässt sich Chris Ballinger der CEO von MOBI in der Mitteilung zitieren.
 
Schliesslich sollen auch die Verkehrsteilnehmer profitieren: Sie sollen mehr Kontrolle über die Daten erhalten, die von ihren Fahrzeugen gesammelt werden, verspricht das Konsortium.
 
MOBI ist bei weitem nicht die erste Blockchain-Initiative im Mobilbereich, so haben etwa erst im Herbst letztes Jahr AdNovum, Axa und weitere Firmen ein gemeinsames Projekt angekündigt. Die geballte Marktmacht des neuen Konsortiums dürfte aber weltweit einzigartig sein. (ts)